Energie sparen mit moderner Brennwerttechnik
Über 100 % Jahresnutzungsgrad - wie geht das?

Brennwerttechnik heißt das Zauberwort, mit dem der Energieverbrauch und die Umweltbelastung beim Heizen erheblich reduziert werden.

 

Schon seit über 15 Jahren sind Heizkessel mit Brennwerttechnik auf dem deutschen Markt und haben sich bewährt.

 

Will man nicht hinnehmen, dass viel Wärme durch den Schornstein "hinausgejagt" wird, sind Maßnahmen zu ergreifen, um die Abgaswärme für das Heizungssystem nutzbar zu machen. Und genau das macht die Brennwerttechnik. Der Name dieser Technik entstammt dem Begriff "Brennwert", auch als oberer Heizwert (Hs) bekannt. Damit wird der gesamte nutzbare Energiegehalt eines Brennstoffs beschrieben. Der Unterschied zwischen diesem Brennwert (HS) und dem Heizwert (HI) ist vom verwendeten Brennstoff abhängig.

 

Ein Anteil der eingesetzten Energie wird benötigt, um das bei der Verbrennung frei werdende Wasser zu verdampfen. Die Energie kann jedoch zurück gewonnen werden, wenn man diesen Dampf kondensiert, d. h. wieder zu Wasser werden lässt. Durch Herunterkühlen der Abgase unter die Taupunkttemperatur (bei Erdgas ca. 56 °C) ist dies möglich. Bei Verwendung von Erdgas lässt sich auch noch mit höheren Rücklauftemperaturen der Heizung eine Brennwertnutzung erzielen - man kann mit ihr immerhin bis zu 11% Energie zusätzlich nutzen.

 

Brennwert ist diejenige Wärmemenge, die der Kunde über seine Erdgasrechnung bezahlt, denn sie wird ja auch tatsächlich als Energiemenge geliefert - und man sollte nutzen, was man bezahlt!

Grafik Vergleich Jahresnutzungsgrad Kessel alt/Brennwertkessel

Um den Brennwert HS nutzen zu können, befindet sich in einem Brennwertkessel ein zusätzlicher Wärmetauscher. Von dem relativ kühlen Heizungsrücklaufwasser durchflossen, entzieht er den Abgasen den größten Teil der noch enthaltenen Wärme; diese Wärme geht dabei auf das Rücklaufwasser über und steht somit dem Heizungskreislauf zusätzlich zur Verfügung.

 

 

Entscheidend ist, dass der Wasserdampf in den Abgasen kondensiert und somit die in ihm gebundene "latente" Wärme freigesetzt wird. Und dies funktioniert um so besser, je kälter das Rücklaufwasser im Heizungssystem ist. Damit wird klar, dass für den effektiven Einsatz der Brennwerttechnik eine niedrige Rücklauftemperatur des Heizwassers notwendig ist. Um dennoch genügend Wärme auch an kalten Tagen verfügbar zu haben, sind große Heizflächen, z.B. Fußbodenheizung oder großflächige Radiatoren, sinnvoll. Letzteres ist auch bei älteren Heizungsanlagen aufgrund früherer Überdimensionierung oftmals der Fall.

Tabelle Vergleich Energiegewinne Erdgas/Flüssiggas/Heizöl

Aber auch bei extremer Kälte stellt der Brennwertkessel über eine außentemperaturgeführte Regelung immer genügend Heizwärme zur Verfügung, damit Ihr Zuhause warm und gemütlich bleibt.

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