Druckluft
Druckluft spielt im gewerblichen Bereich eine wesentliche Rolle. Weil die Erzeugung und Bereitstellung von Druckluft nur mit einem sehr geringen Wirkungsgrad erfolgt, sind vorhandene Einsparpotentiale besonders wirtschaftlich zu realisieren. Hierbei werden vorhandene Anlagen auf Effizienz geprüft und eventuelle Anlagenmodernisierungen und -neubauten geplant.
Überall im Einsatz, optimieren lohnt
In Industrie, Handwerk und vielen Dienstleistungsbetrieben findet Druckluft als flexibel einsetzbarer Energieträger vielfache Verwendung. Zu den Vorzügen von Druckluft zählen neben der hohen Sicherheit die gute Dosier- und Speicherbarkeit.
Zur Erzeugung von einem Kilowatt Druckluftleistung wird die bis zu zehnfache Menge an Strom benötigt. Die Optimierung der Anlage und der effiziente Betrieb lohnen sich daher besonders, denn Leckagen im System und eine falsche Anlagenauslegung treiben die Betriebskosten drastisch in die Höhe. Die Erfahrungen zeigen, dass sich die Druckluftkosten im Schnitt um ein Drittel senken lassen. Die Spanne der Einsparungen reicht dabei von zehn bis hin zu 80 Prozent.
Potenzial erkennen
Druckluft tritt nicht sichtbar in Erscheinung. Hinzu kommt, dass der Einsatz dieser Energie in der Regel komplexe Systeme voraussetzt. Oftmals werden Kosten und Verbrauch daher nicht genau aufgeschlüsselt und eher nachlässig betrachtet. Dabei ist der Systemwirkungsgrad bei der Drucklufterzeugung schlecht: Ein mit elektrischer Energie angetriebener Verdichter saugt Luft an, komprimiert sie und transportiert die so erzeugte Druckluft über Rohrleitungen zu den Verbrauchsstellen. Dabei werden von 100 Prozent eingesetzter Energie nur zehn Prozent in Druckluft umgewandelt.
90 Prozent gehen überwiegend als Wärme verloren. In vielen Fällen muss Druckluft mit zusätzlichem Energieaufwand gekühlt und entfeuchtet werden. Umso wichtiger ist die Optimierung der gesamten Bereitstellungskette - von der Erzeugung über die Aufbereitung bis hin zur Verteilung und Nutzung der Druckluft. Das große Einsparpotenzial wird auch dadurch verdeutlicht, dass rund 75 Prozent der Gesamtkosten für eine Anlage auf den Energieeinsatz entfallen. Nur ein Viertel der Kosten verteilen sich auf Anschaffung und Wartung.
Schwachstellen beseitigen, Notwendigkeit prüfen
Grundlage für eine Verbesserung der Effizienz und damit eine Senkung der Druckluftkosten ist eine genaue Betrachtung der Anlagen. So bestehen gerade bei älteren und reparaturbedürftigen Druckluftsystemen oftmals Lecks im Leitungsnetz. Durch diese undichten Stellen, beispielsweise an Anschlüssen, können große Energiemengen ungenutzt verloren gehen. Druckluft ist mit Abstand die teuerste Energie. Daher sollte grundsätzlich überdacht werden, ob in einzelnen Bereichen elektrische Antriebe als Alternative in Frage kommen.
Druckluft effizient einsetzen: die Vorteile auf einen Blick
- geringerer Stromverbrauch
- verbesserte Wettbewerbsfähigkeit durch geringere Betriebskosten
- höhere Verfügbarkeit der Anlage durch regelmäßige Wartung
- Wertsteigerung infolge zukunftsweisender Investitionen in der Technik
- Imageverbesserung durch vorbildliche Energieanwendungen
- geringere CO2-Emissionen
