Leerlaufverluste vermeiden
Elektronische Geräte energiesparend einsetzen
In modernen Bürogebäuden nimmt die Datenverarbeitung und Kommunikationstechnik einen wesentlichen Teil des Stromverbrauchs ein. Dabei lassen sich vielfach unnötige Verbräuche - so genannte Leerlaufverluste oder "Stand-by-Betrieb" - durch einfache Maßnahmen richtig ausschalten. Die Anforderungen an die Bürokommunikation steigen. Als Folge nimmt der Energieverbrauch im Bürofeld stark zu. Durch den effizienten Betrieb der Technik lassen sich hier Strom und Kosten einsparen.
Unnötigen Verbrauch verhindern
Oftmals fällt der Stromverbrauch in Büros sehr viel höher aus als erforderlich. Das liegt zum Beispiel daran, dass Geräte eingeschaltet sind, die nicht gebraucht werden oder im so genannten Stand-by-Modus noch viel Strom benötigen. Diese Leerlaufverluste lassen sich vielfach mit einfachen Mitteln gezielt und ohne Komforteinbußen unterbinden.
Der Effekt: Die Betriebskosten sinken zum Teil deutlich.
Und auch die Umwelt wird auf diese Weise entlastet. Einen ersten Eindruck über mögliche Leerlaufverluste verschaffen Sie sich, indem Sie mit Hilfe Ihres Stromzählers den Verbrauch an Werk- und arbeitsfreien Tagen vergleichen.
PC-Endgeräte
Bei Monitoren sollte nicht nur außerhalb der Arbeitszeit, sondern auch in kurzen Pausen, zum Beispiel mittags, die Verbindung zum Netz unterbrochen werden. Denn nach Betätigen des Aus-Schalters verbrauchen vor allem Bildschirme, aber auch PCs und Drucker weiterhin Energie. Doch dieser überflüssige Verbrauch lässt sich gezielt unterbinden. Eine schaltbare Steckerleiste trennt die Technik ganz vom Stromnetz. Sinnvoll ist das Zusammenfassen von Elementen wie Computer, Monitor und Drucker zu Funktionsgruppen. Bequem kann die Stromversorgung dann über eine schaltbare Steckdosenleiste geregelt werden.
Netzwerke
Das vorübergehende Ausschalten von Netzwerken wird von EDV-Abteilungen oftmals als undurchführbar angesehen. Doch auch bei ihrem Betrieb lässt sich Strom sparen, ohne dabei gleich die Sicherheit aufs Spiel zu setzen. In der Praxis laufen Anlagen nämlich häufig ungenutzt - etwa außerhalb der Arbeitszeiten, nachts, am Wochenende oder an Feiertagen. Sinnvoll ist es, die Abläufe insgesamt dahingehend zu überdenken, ob und wann ein Abschalten möglich ist. Auf diese Weise lässt sich am deutlichsten Erkennen, wie das Einsparpotenzial optimal ausgeschöpft werden kann.
Kühlung und Klimatisierung
Grundsätzlich bringt die Nutzung elektrischer Geräte Abwärme mit sich. So wird nicht nur die Technik, sondern auch der Raum aufgeheizt. Das hat wiederum einen steigenden Kühlungsbedarf und damit Energieverbrauch zur Folge. Der effiziente Umgang mit PC-Endgeräten und Netzwerken reduziert den Aufwand für Kühlung und so auch die Kosten. Doch nicht nur das. Auch das Raumklima verbessert sich spürbar. Jedoch sollte nicht nur der Umgang mit den Geräten optimiert werden. Besonders die richtige Auswahl von EDV-Anlagen und Kältesystemen ist entscheidend. Bei der Anschaffung ist darauf zu achten, dass die Leistung von EDV-Anlagen und Kältesystemen dem tatsächlichen Bedarf entspricht.
Sind die Unterschiede nur gering, muss dringend nach den Ursachen geforscht werden.
Die Möglichkeiten, den Energieverbrauch im Büroalltag zu reduzieren, sind vielfältig. Gerade bei EDV-Anlagen anzusetzen, lohnt sich besonders. Schließlich sind sie in Büros intensiv im Einsatz und verursachen damit die höchsten Stromkosten.
Effizienter Einsatz der Bürotechnik: die Vorteile auf einen Blick
- Reduzierung des Stromverbrauchs und der Betriebskosten
- schonender Umgang mit Ressourcen
- Minderung von CO2-Emissionen
- verbessertes Raumklima durch rationellen EDV-Einsatz
- verringerter Bedarf an Kühlung und Belüftung
